Bewertung eines realen 4-Wo-Plans


Im Rahmen einer Bachelor-Arbeit an der Hochschule Niederrhein wurde ein 4-Wochenplan in einem Betriebsrestaurant verampelt. Alle Rezepte wurden auch berechnet. Von den roten, gelben und grünen Gerichten wurden Nährwert-Durchschnitte gebildet. Für diese Durchschnittswerte wurden Vergleiche bzgl. der Nährwert-Relationen (Verteilung von Fett, Eiweiß und KH bezogen auf den Energiegehalt) sowie der Anforderungen bei den Vitaminen und Mineralstoffen gemäß Qualitätsstandards der DGE vorgenommen. Die Frage war, ob die Ergebnisse der Bewertungen beider Methoden, also der Ampel-Bewertung und die Bewertung via Nährwertberechnung, übereinstimmten.

 

Nachfolgend wird der Vergleich der Nährwertrelationen gezeigt, anschließend wird die Erfüllung der Anforderungen bei den Mikronährstoffen dargestellt. 



Der Vergleich der Nährwertrelation zeigt, dass die grünen Rezepte die Empfehlung i.D. geradezu ideal erreichen. Das heißt, dass die Makronährstoffe Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate optimal verteilt sind. 


In dieser Tabelle werden die Ergebnisse der NWB für die Makro- und Mikronährstoffe gezeigt. Wie bereits in der obigen Abbildung zu sehen, wird die Nährwertrelation durch grüne Gerichte sehr gut eingehalten.

Auch der Vergleich bei den Mikronährstoffen zeigt, dass die Bewertung gemäß Ampelfarben mit der Bewertung via NWB weitgehend konform geht. Die besten Werte bezogen auf die Nährstoffdichte sind durchgehend bei den grünen Rezepten zu finden.



Die Unterschiede der Rezeptgruppen bei den Mikronährstoffen (Vitamine und Mineralstoffe) wurde auch grafisch dargestellt. Es wurden drei Vitamine und zwei Mineralstoffe verglichen. Es zeigte sich, dass die grünen Rezepte etwa gleiche oder deutlich höhere Nährstoffdichten bei den Mikronährstoffen aufweisen. Während die höheren Gehalte deutlich über den beiden anderen Gruppen liegen (bis zu über 100% mehr), liegen zwei Nährstoffe nur knapp unter dem Spitzenreiter. Dies zeigt sehr deutlich, dass die grünen Rezepte mit Abstand die beste Nährstoffdichte haben. 

Die Grafik zeigt weiter, dass die gelben Rezepte wiederum deutlich besser sind als die roten Rezepte. Lediglich bei Vit.B1 sind ähnlich gute Werte bei den roten Rezepten erzielt worden, was am hohen Angebot von Schweinefleischspeisen liegt. 

Fazit: Mit dem GAS ist es leichter, über 4-Wochen den Qualitätsstandard der DGE zu erfüllen.