Zum "Slow Food"-Ansatz


Slow Food (SF) ist eine internationale Non-Profit-Organisation und wurde 1986 von C. Petrini zur Erhaltung der Esskultur gegründet. Die Vereinsphilosophie lässt sich mit den Adjektiven "gut, sauber, fair" zusammenfassen, was bedeutet, dass die Qualität in jeder Hinsicht "gut" sein soll, die Herstellung der LM muss ökologische Erfordernisse ("sauber") erfüllen und für die Produkte ist ein angemessener Preis zu bezahlen, wobei "faire" Bedingungen über die gesamte Prozesskette einzuhalten sind.

 

Die Deutsche Sektion von SF (SFD) hat u.a. auch ein Positionspapier zur Kita- und Schul-Verpflegung publiziert. Dort wird die Situation - primär für die Schul-Verpflegung - sowie die bisherigen Maßnahmen beschrieben und bewertet. Abschließend wird ein 10-Punkte-Programm vorgestellt, wie Deutschland eine bessere Schul-Verpflegung erreichen kann.

 

Die bekanntermaßen hohen Anforderungen an die Ernährung sollen natürlich auch und gerade im Bereich der Gemeinschaftsgastronomie umgesetzt werden, wobei SF das Wort "Gastronomie" für die Schul-Verpflegung aufgrund gravierender Kritikpunkte vermutlich nicht gelten lässt. Der im Grunde sympathische Ansatz, wie er in der Philosophie von SF zum Ausdruck kommt, muss aber auch einer Prüfung auf Plausibilität unterworfen werden. Hierbei wird zu untersuchen sein, inwiefern die Forderungen für die Schulverpflegung realisierbar sind. Es wird aber auch darum gehen, ob die Forderungen überhaupt sinnvoll sind. Nicht immer ist das Maximum auch das Optimum. Wo könnten Kompromisse geschlossen werden, ohne die Qualität zu vernachlässigen?


Quellentext


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Positionspapier von Slow-Food Deutschland zur Schulverpflegung
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Stellungnahme


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Peinelt: Bewertung der Stellungnahme von SF Deutschland.
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